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Armer Martín
(Nach
"Pauvre Martin" von Georges Brassens
  deutsch von Leobald Loewe, Juni 2007)


Mit einem Spaten auf der Schulter,
mit einer süßen Melodei,
mit einer süßen Melodei, (oder nur gepfiffen)
mit einem großen Mut im Herzen
ging er aufs Feld zur Plackerei.

    Armer Martín, arbeite weiter, 
    grabe die Erde, grabe die Zeit!

Bei jedem Wetter schuften, graben
vom Morgenrot bis an die Nacht,
vom Morgenrot bis an die Nacht,
um für sein Leben Brot zu haben,
so hat er jeden Tag verbracht.

    Armer Martín, arbeite weiter,
    grabe die Erde, grabe die Zeit!

Und ohne je in seinen Zügen
Ärger zu zeigen oder Neid,
Ärger zu zeigen oder Neid,
ging er das Land der Andern pflügen,
Morgen für Morgen, jederzeit.

    Armer Martín, arbeite weiter,
    grabe die Erde, grabe die Zeit!

Und als der Tod ihm gab ein Zeichen,
das soll das letzte Tagwerk sein,
das soll das letzte Tagwerk sein,
grub er sein Grab, um zu verschwinden
selber rasch in die Erde ein.

    Armer Martín, arbeite weiter
    grabe die Erde, grabe die Zeit!

Er grub sein Grab, um zu verschwinden
selber rasch in die Erde ein,
selber rasch in die Erde ein,
und um die Andern nicht zu stören,
legte er wortlos sich hinein.

    Armer Martín, ruhe in Frieden,
    schlaf in der Erde, schlaf in der Zeit!