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Dann herrscht Frieden (©© Mai 2012 Leo Kowald)

Hymne der deutschen Rüstungsexportindustrie - zur
nationalen Einstimmung auf das Bundestagswahljahr 2013,
passt übrigens auch hervorragend auf die Melodie des Deutschlandliedes.


Wählet unsre Staatsparteien,
die ihn für vernünftig halten,
plappert ihre Litaneien
nach wenn sie ihn vorbereiten,
Haltet euch von Demonstranten
fern, wenn ihr bereit sein sollt
und belästigt die Passanten
nicht, dass ihr den Krieg nicht wollt!

Lasset euch nicht ein mit denen
die sich Pazifisten schimpfen
und mit Händchenhaltaktionen
gegen Windmühlen ankämpfen.
Lasset doch die Waffenkundler
deutschen Hightech fabrizier'n
und die grauen Zwischenhändler
auch ein bisschen profitier'n.

Weltweit finden deutsche Waffen
Ein- und Absatzmöglichkeiten:
Raum-für-Investoren-Schaffen,
Unser-Wert-System-Verbreiten,
auf dass überall gelinge
dass die Märkte uns vertrau'n
und wir wieder guter Dinge
auf die Börsenkurse schau'n.

Schließlich tun doch nur die Linken
noch notorisch protestieren
die Oliven wie die Pinken
brauchen wir nicht mal zu schmieren.
Helfet in der schweren Krise
unsre Gegner zu verhau'n,
|: Frieden herrscht erst dann, wenn diese
die Radieschen von unten beschau'n :|

Gitarrenbegleitung: ("Deutschlandlied")
Zwischenspiel: Aj7 E+ Aj7 E+
Aj7 E° Hm7 F#° C#m7 G° Hm7 F°
Aj7 E° Hm7 F#° C#m7 G° Hm7 F°
Hm7 F° Hm7 F° Aj7 F#7 H7 E7
Dj7 A° C#m7 G° Hm7 F° Aj7 E°
Dj7 A° C#m7 G° Hm7 F° Aj7 E+


"Neue deutsche Nationalhymne" von D.R.(?)
aus "Der Wahre Jacob", 9. Oktober 1900

Deutschland, Deutschland über dieses
geht kein Land doch auf der Welt;
und weh´ jedem, der noch künftig
frech sich in den Weg uns stellt.
Unserer Rache Flammenfackel
dann den Erdenrund erhellt,
bis wir kurz und klein gehauen
alles, alles in der Welt.

Deutsch allein ist wahre Sitte,
deutsch nur wirkliche Kultur;
alle anderen Nationen
sind ja doch Barbaren nur.
Englishman, Franzos´ und Russe,
Jingo - falsch und wetterwend´sch,
gierig, grausam - mit dem Deutschen
erst beginnt der wahre Mensch.

Doch wird Deutschland uns zu enge,
wo es keinem mehr gefällt.
Wozu hat man auch Soldaten,
und wozu das viele Geld?
Quatscht nicht von den alten Grenzen,
Maas und Memel, Etsch und Belt:
Uns gehört des Rechtes wegen,
Längstens schon die ganze Welt.

Darum laßt uns Flotten bauen
über alles in der Welt,
Laßt uns stechen, laßt uns hauen,
was uns in die Klauen fällt.
Wenn nur der chines´sche Drache
blutend erst am Boden liegt,
Dann wird England, Rußland, Frankreich
und die neue Welt bekriegt.

Wenn erst vom Chinesenkuchen
wir das beste Stück errafft,
wird sogleich der deutsche Krieger
nach Amerika geschafft.
Und noch binnen vierzehn Tagen
stecken wir Columbia ein -
Ja - denn Deutschland muß noch ville,
ville, ville größer sein.

Deutsches Recht und deutsche Freiheit,
ach, was schert uns solcher Tand;
drüber lachen wir, die neuen
Deutschen mit der Eisenhand.
Nein, im Glanze der Kanonen
blühe künftig nur die Welt,
bis All - Deutschland mächtig krachend
einst in Schutt und Trümmer fällt.