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"Wenn die Ob'ren
vom Frieden sprechen
Mann auf der Straße
lass alle Hoffnung fahren"
(B.Brecht)
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Mit untertänigstem Verlaub
(Leo Kowald, Oktober 2008, passend zur Melodie von:
„Sauf le respect, que je vous dois“ von G. Brassens)


Wenn euch so viel daran liegt, dann redet halt von Politicke
obwohl, das Thema macht mich schon ein wenig melancholicke
schwätzt die ganze Woche davon, das macht mir nichts aus
doch redet ihr mir vom Frieden, kriecht mir die Angst in den Nacken
mit untertänigstem Verlaub!

Ihr besetzt mit eurer Agenda die ganz großen Themen
da bleibt kein Platz für die kleinen Leute mit ihren Problemen
Ihr bestellt die Talkmaster und die fragen Euch aus
doch redet ihr dann vom Frieden, kriecht mir die Angst in den Nacken
mit untertänigstem Verlaub!

[ Ihr rettet die Welt vor dramatischen Katastrophengewalten
  wie Lemminge drängeln die Lämmer um sich in der Menge zu halten
  schwätzt nur übers Wetter, da kennt sich jeder prächtig aus
  doch redet ihr mir vom Frieden, kriecht mir die Angst in den Nacken
  mit untertänigstem Verlaub! ]

Ihr habt die Armen vertröstet und für die Reichen gehandelt
ihr habt für sie die Wirtschaft in ein Kasino verwandelt
zum Nutz' und Fromm' der Nachhaltigkeit, ich hätt's fast geglaubt
doch redet ihr mir vom Frieden, kriecht mir die Angst in den Nacken
mit untertänigstem Verlaub!

Ihr schickt Soldaten und Waffen in die entlegensten Weiten
da haben die nichts zu schaffen außer gefährlich zu streiten
gebt's doch endlich zu, 's geht nur um Zaster, Macht und Raub
doch ihr redet nur vom Frieden, da kriecht mir die Angst in den Nacken
mit untertänigstem Verlaub!

Solange es euch gefällt die eigenen Reden zu hören
stellt bitte das Mikro leiser um nicht meine Träume zu stören
als stinknormaler Bürger will ich im Grund' nur meine Ruh'
doch redet ihr mir vom Frieden, mach' ich mir ernsthafte Sorgen
krieg' in der Nacht kein Auge zu...
krieg' in der Nacht kein Auge zu...
krieg' in der Nacht kein Auge zu...